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Den Geist verwurzeln: Behandlung emotionaler Disharmonien

Beitrag von Dr. Elke Reiter. Hausarbeit im Rahmen der Tierakupunktur-Grundausbildung

Die Akupunktur ist nicht nur für Probleme am Bewegungsapparat und Schmerzen eine gute Therapiewahl. Weniger bekannt sind vielversprechende und erfolgreiche Behandlungskonzepte bei emotionalen Problemen. Dr. Elke Reiter hat im Rahmen der Tierakupunktur-Grundausbildung über dieses Thema eine Facharbeit geschrieben. Weitere Informationen auf der Homepage von Dr. Reiter.

 

1.              Einleitung

Geist und Seele in der westlichen und in der chinesischen Medizin

So wie Yin und Yang nach chinesischem Verständnis für zwei Zustände im Prozess der Wandlung und Transformation aller Dinge des Universums stehen 1, stellen Körper und Seele Manifestationen von Qi in verschiedenen Dichte- bzw. Aggregatzuständen dar 2.

Unter dem Himmel sehen alle Schönheit nur deshalb als schön, weil es hässliches gibt. Alle erkennen Gutes nur deshalb als gut, weil es Böses gibt (…), heißt es im zweiten Vers des Tao Te King 3.

Gegensätze existieren gleichzeitig mit dem Einssein, kein Yin ohne Yang, kein Yang ohne Yin, kein Körper ohne Seele (Geist), keine Seele (Geist) ohne Körper.

Im westlichen Verständnis sind Geist (Seele) und Körper gegensätzlicher, fast isolierter zueinander. Dem physischen, materiellem Körper wird durch den Geist (die Seele) der Lebensatem eingehaucht. Der Körper stellt dabei ein „Gefäß“ für die Seele da, die teilweise sogar als „im Körper gefangen“ bezeichnet wird.

In modernen Sprachen der westlichen Welt und in der Psychologie wird ein Unterschied zwischen Seele und Psyche gemacht. Wikipidia schreibt zum Thema Psyche:

… kann als ein Ort menschlichen Fühlens und Denkens verstanden werden. Sie ist die Summe aller geistigen Eigenschaften und Persönlichkeitsmerkmale eines Menschen. Im Gegensatz zur Seele umfasst die Psyche keine transzendenten Elemente. 4

 

Nach traditionell chinesischem Verständnis umfasst das Wort Seele die Gesamtheit der spirituellen Aspekte der Yin Organe:

·      der Geist (shen) des Herzens

·      die Wanderseele (hun) der Leber

·      die Körperseele (po) der Lunge

·      den Intellekt (yi) der Milz

·      die Willenskraft (zhi) der Niere

1.1.         Shen (Geist)

Der Geist (shen) ist die feinste, immateriellste Form von Qi. Shen wohnt im Herzen und  ist verantwortlich für mentale  Aktivitäten (Denken, Gedächtnis, Bewusstsein, Einsicht, Gefühlsleben, Erkenntnis, Schlaf, Intelligenz, Weisheit und Ideen) und auch für „die Sinne“ (Seh- und Hörkraft, Geruchs-, Geschmacks- und Tastsinn) 6.

Die Essenz ist der Ursprung und die biologische Basis des Geistes. Die vorgeburtlichen Essenzen von Mutter und Vater vereinigen sich, um den Geist eines gerade gezeugten Wesens hervorzubringen 7.

Essenz (jing), Qi und shen (Geist) stehen dabei in dauernder Interaktion und beeinflussen sich gegenseitig. Körperliches Ungleichgewicht beeinträchtigt den Geist ebenso wie psychisch-emotionaler Stress des Geistes eine körperliche Pathologie hervorbringt 8 .                   

Im Grundlagenwerk der TCM Der gelbe Kaiser heisst es: „ Wenn Qi und Shen gesund und heil sind, kann der Mensch von keinem krankheitsauslösendem Faktor befallen werden…“9.

Der Geist (shen) des Herzens sammelt und vereinigt die Wanderseele (hun) und die Körperseele (po) und verbindet den Intellekt (yi) und die Willenskraft (zhi) 7 und sorgt so dafür dass die verschiedenen Anteile der Psyche integriert werden und ist darüber hinaus verantwortlich dafür sich seiner selbst bewusst zu sein.

Auf die Frage „Was meint Ihr mit Shen, mit Geist?“ im „Gelben Kaiser“ folgt die Antwort:    „ Shen ist etwas das Ihr erkennt, wenn Ihr es seht…was Ihr als Botschaft empfangt, versteht Euer Herz…“ 10.

1.1.1.    Ling (die Wirkkraft von shen)

Shen ist immatieriell, transzendent und somit  „materiell“ nicht wahrnehmbar. Die struktive Komponente, die shen wahrnehmbar macht wird als ling bezeichnet. Ling ist – vereinfacht ausgedrückt- das Jing (Essenz) der Psyche und wird von Porkert als die „ magische Wirkkraft“ übersetzt. „ Ling ist an Objekte gebunden und kann über ein normales Maß hinaus angesammelt werden, wodurch ein Wesen außergewöhnlich, ja geradezu magische Kräfte entfalten kann.
Ling = magische Wirkkraft (“Struktivkraft” nach Porkert) ist ein Yin-Aspekt zu shen und verwirklicht dessen schöpferische Energie. Im daoistischen Sprachgebrauch wird Ling im Zusammenhang mit den vom Himmel kommenden Kräften, welche auf die Gegenstände einwirken gesprochen. Immer, wenn ungewöhnliche, magische, übernatürliche Dinge geschehen, wird dies als Zeichen einer großen Ansammlung,Speicherung von Ling gewertet, der Geist entfaltet sich.Um mit den kosmischen Kräften arbeiten zu können, muß magische Wirkkraft angehäuft werden ….”
11 Selbstheilungskräfte des Patienten werden durch magische Wirkkraft aktiviert – der Therapeut erlebt eine überragende (magische) Wirkung seiner  Behandlung. Um Ling anzuhäufen, können die 5 De oder auch Tugenden kultiviert werden, die sich auch den Fünf Wandlungsphasen zuordnen lassen 12:

o   Feuer: Tugend des Rituals

o   Erde: Tugend der Wechselseitigkeit:

o   Metall: Tugend der Gerechtigkeit

o   Wasser: Tugend der Weisheit

o   Holz:  Tugend der Güte.

                           

1.2.         Hun (Wanderseele)

Die Wanderseele (hun) hat ihren Sitz in der Leber und ist im Leber -Blut und im Leber-Yin verankert. Es gibt drei Arten von Wanderseelen – Shuangling = klare Seele = vegetative Seele, diese ist Menschen, Tieren und Pflanzen gemeinsam; Taiguang = helles Licht = animalische Seele, welche Tiere und Menschen besitzen und Youjing = dunkle Essenz,die nur beim Menschen vorhanden ist.

Hun ist verantwortlich für:

·      Schlaf und Träume

·      psychische Aktivitäten in Verbindung mit Shen

·      emotionales Gleichgewicht

·      Sehkraft

·      Mut

·      Planen

·      Intuition , Inspiration, Ideen, Lebensträume, künstlerische Eingebung

·      bietet der Psyche Bewegung in vielen Bereichen:

·      beim Träumen: Bewegung der Psyche aus dem Körper

·      beim Tagträumen und bei Ideen: Bewegung heraus aus dem Alltagsleben

·      in menschlichen Beziehungen: Bewegung auf Menschen zu

Die Wanderseele wird nach altem chinesischen Verständnis vom Vater übergeben und betritt drei Tage nach der Geburt den Körper. Sie ist von einem ätherischen Wesen, überdauert den Tod des Körpers und fliesst zurück in den „Himmel“ – nach chinesischem Verständnis ein Zustand feiner, immaterieller Energien und Wesen (nicht vergleichbar dem westlichen Verständnis von Himmel).

1.3.         Po (Körperseele)

Die Körperseele ist die erste Seele die kommt und die letzte die geht. Po tritt durch den Mund ein und aus. Po stammt von der Mutter und wird drei Tage nach der Empfängnis gebildet. Das entstandene Leben ist während der gesamten pränatalen Phase ganz Körperseele und Essenz und wird von der Körperseele der Mutter genährt. Nach dem Tod des Körpers verbleibt Po noch eine Zeitlang in den Knochen. Po ist in der Lunge Zuhause und hat eine engen Bezug zur Haut.

Po ist das Ein- und das Austreten der Essenz (Jing), verleiht der Essenz Bewegung und bringt diese bei sämtlichen physiologischen Prozessen des Körpers ein – ohne Po wäre die Essenz eine wertvolle, vitale- aber träge Substanz 13 .

Traditionell werden sieben Arten von Körperseele unterschieden: die 5 Sinne, die Gliedmaßen und die Körperseele als Ganzes.

Po ist zuständig für die Sinnesschärfe, für die Versorgung mit Essenz bei allen physiologischen Prozessen des Körpers und wird durch alle Emotionen beeinflusst.

Gemeinsam stellen hun und po zwei Aspekte der Seele da – wie Yin und Yang gegensätzlich und doch eins. Die Kennzeichen dieser beide Aspekte sind in Tabelle 1 zusammenfassend dargestellt.

Wanderseele (hun)

Körperseele (po)

Yang

Yin

residiert in der Leber, vor allem im Leber-Blut und Leber-Yin

wohnt in der Lunge, hat einen engen Bezug zur Haut

gehört zum Geist

gehört zum Körper

Emotionen (nach außen gerichtete Gefühle, die uns bewusst sind) beziehen hun mit ein

Gefühle, die uns nicht bewusst sind gehören zu po

Verbindung zu Qi

Verbindung zu Jing (Essenz)

ätherisch

körperlich

vereinigt sich bei der Geburt mit der Körperseele

übernimmt ab dem Zeitpunkt der Geburt die Kontrolle über die Wanderseele („zügelt“ die Wanderseele

Bilder, Vision von etwas

verleiht Form

die letzte die kommt

die erste die kommt

die erste die geht

die letzte die geht

expansiv, geht auf das Leben (außen) zu

trennend, umhüllend

Störungen zeigen sich in Problemen, die sich besonders nachts zeigen (zB Schlaflosigkeit)

Störungen zeigen sich in Problemen, die überwiegend tagsüber auftreten (Unruhe, Verwirrtheit)

bietet die  Verbindung zum „Universalgeist“

ist individuell

Vollmond

Neumond

Wissen

Gedächtnis

Tab.1: Kennzeichen von der Wanderseele (hun) und Körperseele (po) zusammengefasst nach Giovanni Maciocia „Die Psyche in der chinesischen Medizin“ und „ Wandlungsphasen der traditionellen chinesischen Medizin“, Band 2 Wandlungsphase Metall; von Udo Lorenzen und Andreas Noll zitiert nach Jörg Bothe (Tierakupunkturschule).

1.1.1.    Gui

Wanderseele und Körperseele werden durch gui geprägt. Gui bedeutet einerseits „Gespenst“ oder „Geist“ und wird darüberhinaus auch als „dunkle Kräfte “ der Psyche dargestellt 14 .

Gui verleiht hun und po Bewegung – der Körperseele beim Ein- bzw. Austreten der Essenz und bei allen physiologischen Prozessen; der Wanderseele beim Kommen und Gehen des Geistes.

Bei Zhu Xi (1113-1200) 15 . werden der Geist (shen) und der Geist (gui) als Pole von Yin und Yang dargestellt, Tab.2.

shen

gui

Yang

Yin

Qi kommt hervor

Qi kehrt zum Ursprung zurück

Expansion

Kontraktion

Einatmung

Ausatmung

Hell

Dunkel

Tag

Nacht

Vormittag

Nachmittag

Frühling und Sommer

Herbst und Winter

Jugend

Hohes Alter

Bewegung

Ruhe

Lebendig

Tot

Tab.2: shen und gui als Pole von Yang und Yin nach Zhu Xi auszugsweise zitiert nach Giovanni Maciocia „Die Psyche in der chinesischen Medizin“ 2009, Seite 87.

1.2.        Yi ( Intellekt)

Yi, der Intellekt hat seinen Sitz in der Milz und ist verantwortlich für zielorientiertes- angewandtes Wissen und Denken. Während des Lernens im Studium, bei der Ausbildung ermöglicht Yi das bewusste abspeichern von Informationen und ist verantwortlich für die Fähigkeit sich zu fokussieren und zu konzentrieren. Yi ist zuständig für die Entwicklung ziel- und lösungsorientierter Ideen, die mit Hilfe und basierend auf bereits erworbenem, abgespeicherten Wissen entstehen.

Intellekt – Yi- und Geist -shen- stehen in einer engen, wechselseitigen Beziehung zueinander. Vereinfacht ausgedrückt ermöglicht shen die Koordination des von yi gespeicherten Wissens, während shen angewiesen ist auf die Merkfähigkeit von yi 15 .

1.3.        Zhi (Willenskraft )

Zhi ist nach traditionell chinesischem Verständnis in der Niere Zuhause. Die Niere ist mit bestimmend für die Willenskraft, den Eigenantrieb und die Entschlossenheit bei der Durchsetzung des eigenen Willens.

Darüberhinaus fungiert zhi und damit die Niere jedoch auch als Gedächtnis im Sinne eines Informationsspeichers.

Wie yi, sollte auch zhi eng mit shen zusammen arbeiten. Ein klarer Geist in Kombination mit einem starken Willen ermöglichen Antrieb, Ausdauer und Beharrlichkeit bei der Umsetzung von Zielen und Plänen.

Umgekehrt steht eine Nierenschwäche häufig in engem Zusammenhang mit rezidivierenden, chronischen Depressionen.

2.     Die Emotionen

Emotionen werden immer dann bzw. nur zur Krankheitsursache, wenn sie entweder lange Zeit anhalten oder sehr intensiv sind 16.

Nach dem „Gelben Kaiser“ ergeben sich 7 Emotionen, die jeweils Einfluss auf zugeordnete Organsysteme haben. Da das Herz shen (Geist) beherbergt und shen der Geist die Emotionen fühlen lässt haben alle Emotionen immer auch einen Einfluss auf das Herz:

·      Zorn ——Leber (Gallenblase, Herz, Niere)

·      Freude—-Herz (Lunge)

·      Sorge—-Lunge und Milz (Herz, Leber)

·      Grübeln—-Milz (Herz)

·      Traurigkeit—-Lunge und Herz

·      Furcht—-Niere (Herz, Leber, Milz, Magen)

·      Schock—–Niere und Herz

2.1.        Zorn

Zorn steht stellvertretend vor allem auch für unterdrückten Ärger, Frust, Groll, der nicht ausgelebt werden kann, aber auch für Verbitterung oder versteckte Depression.

Zorn lässt Qi aufsteigen (Symptome im Kopfbereich). Explodierender, ausgelebter Zorn ist aufsteigendes Leber-Yang, während beständig unterdrückter Zorn zu Leber-Qi Stagnation führt. Dauerhafter Ärger bzw. Frust kann neben Leber (und Gallenblase vor allem auch Magen und Dickdarm in ihrer Funktion beeinträchtigen (Futterneid, rangniedrige Herdenmitglieder).

2.2.        Freude

Freude macht das Herz weiter: „ Freude macht den Geist friedlich und entspannt, wirkt sich wohltuend auf Abwehr-Qi und Nähr-Qi aus und entspannt und verlangsamt das Qi“ 17

Übermäßige Freude führt zu einer übermäßigen Stimulation des Herzens „Freude zerstreut das Herz und beraubt es seiner Wohnstätte“18.

2.3.        Sorge

Sorge ist ebenso wie andere „Zivilisationskrankheiten“ längst auch in der Tierwelt angekommen und ist auch hier eine der häufigsten emotionalen Krankheitsursachen. In direkter Wirkung auf die Leber führt Sorge zu aufsteigendem Leber-Yang oder zu Leber-Qi Stagnationen, was Ursache für Schmerzen und Steifigkeit im muskulären Bereich vor allem der Mm trapezii sein kann 19.

Sorge lässt Qi „verklumpen“ und verursacht so eine Qi-Stagnation mit Wirkung sowohl auf die Milz als auch auf die Lunge. Die Wirkung auf das Herz zeigt sich als Herz-Qi Stagnation.

2.4.        Grübeln

In zahlreichen Versuchen konnte inzwischen nachgewiesen werden, das Hunde, Katzen, Pferde u.a. Tiere gezielt, auch mehrschrittige Lösungsstrategien zur Problemlösung (Futterbeschaffung zB) entwickeln. Dies setzt eine Problem bezogene Denkleistung voraus, die schließen lässt, das Grübeln auch in der Tierwelt eine Rolle als pathogener Faktor spielt, die Wirkung ist dabei analog der Sorge einzuordnen.

2.5.        Trauer

Die häufigste Ursache für Trauer und Kummer ist Verlust: Verlust der Bezugsperson bei Halterwechsel, Verlust der Herde bei Stallwechsel u.a.m..

Trauer wirkt sich über das Herz auf die Lungen aus. Als erste Reaktion auf Trauer krampft sich das Herz zusammen. Das zusammengekrampfte Herz drückt auf die Lungen  und blockiert so den oberen Erwärmer, so dass Abwehr- und das Nähr-Qi nicht mehr frei zirkulieren können.

Nach Dr. John Shen beeinträchtigt Kummer, der nicht herausgelassen wird und tränenlos ertragen wird (das Pferd im neuen Stall, das geschockte Abgabetier im Tierheim dass alles vertraute verloren hat…) die Niere 20 .

2.6.        Furcht

Furcht beschreibt einen chronischen Zustand von Angst, Furcht oder auch einen plötzlichen Schreck. Dauernde, chronische Furcht erschöpft das Nieren-Qi hat in Abhängigkeit von der Stärke des Herzens unterschiedliche Auswirkungen auf das gesamte Qi.

Ein starkes Herz verursacht eine Qi Stagnation im oberen Erwärmer und führt so dazu, dass das Qi in den unteren Erwärmer absteigt.

Ein schwaches Herz bewirkt dagegen, dass das Qi aufsteigt und sich in Symptomen wie nächtliche Unruhe, Schlafstörungen, Schwindel manifestiert 21.

2.7.        Schock

Psychischer Schock wirkt sich vor allem auf die Organsysteme von Herz und Niere aus. Psychischer Schock verbraucht schlagartig Herz-Qi und lässt das Herz kleiner werden 22.

Die Niere wird geschädigt, da der Körper als  Reaktion auf den Verbrauch des Herz-Qi´s auf die Essenz der Niere zurückgreift.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass alle Emotionen als pathologische Faktoren eine Wirkung auf Qi haben. Darüberhinaus hat jede Emotion einen jeweils engeren Bezug zu einem bestimmten Organ bzw. Funktionskreis (Zorn —-Leber; Furcht—Niere…). Die Wirkung der Emotionen auf das Qi des Körpers sind in Abb.2.1. dargestellt.

Abb.2.1.: Übersicht über die Wirkung der Emotionen

3.     Ätiologie psychisch-emotionaler Störungen bei Tieren

Psychisch – emotionale Störungen bei Tieren werden hauptursächlich durch emotionalen Stress (siehe Abb. 2.1.) ausgelöst. Leistungsdruck ist längst nicht mehr „nur“ ein Thema, dass Menschen betrifft. Allein das mannigfaltige „Freizeitangebot“ für Hunde, Turnierveranstaltungen für Pferd und Hund, Ausstellungen für Katze, Hund und Pferd- spiegelt wider, welch enormen Druck unsere Haustiere ausgesetzt sein können.

Aber auch Halterwechsel, Stallwechsel etc. können große emotionale Belastung für das jeweilige Tier bedeuten.

Für Tiere mit Tierschutz-Hintergrund ist das Thema „emotionaler Stress“ – sicher für jeden nachvollziehbar –  (fast) immer dabei.

Wie schädigend sich psychisch-emotionaler Stress auswirkt und wie schnell es zu manifestierten psychisch-emotionalen Störungen kommt ist abhängig davon, welche anderen ätiologischen Faktoren zusätzlich zu einer Schädigung beitragen.

3.1.        Konstitutionstypen

Die Konstitution eines Individuums ergibt sich einerseits durch Vererbung durch Vater und/ oder Mutter und andererseits durch den Verlauf und „Erlebnisse“ während der Tragzeit.

Entsprechend der 5 Elemente der Wandlungsphasen werden traditionell 5 Konstitutionstypen unterschieden.

In Tabelle 3 ist die Zuordnung der Emotionen beim Tier zu den jeweiligen Funktionskreisen dargestellt:

sichtbares Verhalten

Emotion

Funktionskreis

entspricht Element

Aktivitätssteigerung ohne Fluchttendenz

Lust, Freude

Herz

Feuer

Zorn, Erregung, Wut, Aggression

Leber

Holz

Aktivitätsminderung, Leistungsschwäche, Desinteresse und Ausdrucksverlust

Sorge

Lunge

Metall

Grübeln

Milz Pankreas

Erde

Trauer

Lunge

Metall

Aktivitätssteigerung mit Fluchttendenz

Furcht

Niere

Herz

Wasser

Feuer

Schreck

Herz

Niere

Feuer

Wasser

Schock

Herz

Niere

Feuer

Wasser

 

Tab.3.: Zuordnung der Emotionen beim Tier zu den jeweiligen Funktionskreisen und Elementen abgewandelt nach:             Carola Krokowski „Wandlungsphasen und Balancemethode“ Seite 17.

3.2.        Sozialisation

Die Sozialisation beginnt mit der vorgeburtlichen Entwicklungsphase. Wie bereits unter Punkt 3.1. beschrieben können Ereignisse, Emotionen des Muttertieres während der Tragzeit einen Einfluss auf die Fähigkeit  des Umgangs mit psychisch-emotionalem Stress haben.

Straßenhunde, sogenannte Vermehrerhunde, deren Muttertiere starkem Stress und/ oder Mangel ausgesetzt sind werden bereits in der frühen Entwicklungsphase ebenfalls starken psychisch-emotionalen Stress empfinden, was auch einen mindernden, negativen Einfluss auf das vorgeburtliche Jing der Nachkommen hat.

Zu früh abgesetzte Fohlen, vorzeitig angerittene Pferde….junge Traber, die schnellstmöglichst für die Rennbahn „trainiert werden…

Doch auch ein Mangel an Außenreizen- ein Welpe, ein Fohlen welcher/ welches in der frühen Entwicklungsphase keinen oder stark reduzierten Außenreizen ausgesetzt ist wird eine niedrigerer Stresstoleranzgrenze haben, als ein gut sozialisiertes Tier.

In der Lebensphase bis zum adulten Tier werden „Kindheitsmuster“ entwickelt, die – je nach Lebenssituation- einen Einfluss auf die Entwicklung psychisch-emotionaler Störungen beim erwachsenen Tier haben können. 

3.3.        Haltungsbedingungen

Eine nicht artgerechte Haltung wird- je nach Konstitution- früher oder später zu chronischem psycho-emotionalen Stress und zusätzlich zu überdurchschnittlichem Verbrauch von Jing führen.

In Deutschland definiert § 2 des TschG was darunter zu verstehen ist- in vielen europäischen Nachbarländern werden nicht einmal diese Mindestanforderungen gestellt.

Doch auch in dem §2 genügende Unterbringung bedeutet nicht zwangsläufig „allen Wünschen und Lebensgewohnheiten“ einer Art entsprechend- so ist zB es nach wie vor möglich Pferde in reiner Boxenhaltung ohne Auslaufmöglichkeit (und leider oft auch ohne möglichen Körperkontakt zu Artgenossen) unterzubringen, oder Hunde in reiner Zwingerhaltung zu versorgen – mE nach alles andere als artgerecht und je nach Konstitutionstyp eine (von vielen) mögliche Ursache für emotionalen Stress ausgelöst durch nicht optimale Haltungsbedingungen.

3.4.        Ernährung

Neben Ernährungsfehlern aus traditionell chinesischer Sicht kann vor allem eine unzureichende Nahrungsaufnahme die Entstehung psychisch-emotionaler Störungen begünstigen.

Nach Giovanni Maciocia führt eine unzureichende Nahrungsaufnahme zu einem Blut-Mangel, was zu einer Verstärkung von Angstzuständen und Schlafmangel führen kann 23.

3.5.        Missbrauch/ Misshandlung

3.5.1 Überlastung/ Überarbeitung

Trainingsphasen die zu lang, mit zu jungen Tieren und/ oder zu wenig Wiederholungen durchgeführt werden führen schnell zu einer Überlastung des Tieres. Sind dann auch noch die Erholungsphasen zu kurz wird aus der Überlastung eine chronische „Überarbeitung“. Überarbeitung erschöpft insbesondere die Niere und verbraucht vor allem Nieren Yin 24.

So kann eine Überlastung bzw. eine chronische Überlastung Angstzustände, die vor dem Hintergrund eines Nieren-Yin Mangels auftreten verstärken 25.

3.5.2. Übermäßige sexuelle Aktivität

Sperma stellt nach Maciocia eine direkte Manifestation der Nieren Essenz dar 26, weshalb vor allem männliche (Zucht-) Tiere betroffen sind. Bei jedem Samenerguss wird Nieren-Essenz ausgeschieden.

Übermäßige (erzwungene) Sexualität wie sie zB bei besonders wertvollen Zuchthengsten, aber auch bei entsprechenden Deckrüden oder Deckkatern leider häufig vorkommt führt zu einer Nierenschwäche. Je nach Konstitution des Tieres äußert sich diese Nierenschwäche als Nieren-Yin (Mangel verstärkt Angstzustände) oder Nieren-Yang Mangel.

3.5.3 Misshandlung

Tierqual und tierquälerisches Verhalten kann leider sehr viele Gesichter haben und reicht von Schock bis chronischer Furcht, Sorge, Trauer, Zorn, Frust und Grübelei über die gesamte Bandbreit pathogen wirksam

4.     Krankheitsmuster psychisch-emotionaler Störungen

Traditionell chinesisch existieren, wie bereits in der Einleitung beschrieben Gegensätze gleichzeitig mit dem Einssein. Kein Yin ohne Yang, kein Yang ohne Yin, kein Körper ohne Seele (Geist), keine Seele (Geist) ohne Körper. Körper und Geist sind untrennbar miteinander verbunden bezogen auf Krankheitsmuster psychisch-emotionaler Störungen bedeutet dies eine wechselseitige Wirkung von Qi, Xue, Yin und psychisch-emotionalen Disharmonien.

Emotionale Störungen üben eine Wirkung auf Qi, Xue und Yin aus (siehe auch Abb. 2.1.) und umgekehrt hat eine aus anderen als emotional bedingten Gründen bestehende Disharmonie von Qi, Xue und Yin eine Beeinträchtigung von shen (Geist) zur Folge.

4.1.        Wirkungen auf Qi

Der Geist (shen) ist die feinste, immateriellste Form von Qi. Emotion als pathogene faktoren haben daher immer eine Störung der Zirkulation von Qi zur Folge.

Eine Schädigung des Geistes durch Emotionen verursacht eine Qi- Schwäche oder eine Änderung der „gesunden“ Fliessrichtung von Qi, also rebellierendes Qi – beides wird letztendlich eine Qi-Stagnation zur Folge haben.

4.1.1.    Leber-Qi-Stagnation

Zorn und Groll haben eine direkte Wirkung auf die Leber und führen, besonders bei unterdrücktem Zorn zu einer Leber-Qi Stagnation 27.

4.1.2.    Herz und Lungen-Qi Stagnation

Nach Maciocia ensteht eine Herz- und Lungen -Qi Stagnation entweder aus Sorge- die das Qi verknotet, oder aus Traurigkeit, die das Qi erschöpft und nach einiger Zeit zu einer Qi-Stagnation im Thorax führen 28.

4.2.        Wirkungen auf Xue

„ Das Blut, das Yin ist, beherbergt und verankert Geist und Seele, die von Natur aus Yang sind. Es umfängt Geist und Seele und bietet ihnen jenen geschützten Hafen in dem sie gedeihen können“ 29 S 192 beschreibt Maciocia die besonders wichtige Bedeutung der Wirkung emotionaler Störungen auf Xue.

4.2.1.    Blut- Mangel

4.2.1.1.                 Herz- Blut- Mangel

Der Geist- shen- wohnt im Herzen und lenkt von dort aus die geistigen Aktivitäten. Herz-Blut Mangel führt zu einem heimatlosen Geist, was sich in Einschlaf- bzw. Schlafstörungen, Schreckhaftigkeit oder leichter Verwirrtheit manifestieren kann. Die betroffenen Tiere wirken möglicherweise lustlos, abgeschlagen, traurig oder müde.

4.2.1.2.                 Leber-Blut-Mangel

Das Leber-Blut gibt der Wanderseele hun ein Zuhause. Liegt ein Leber-Blut-Mangel wandert hun heimat- und wurzellos umher. Auch hier zeigen sich möglicherweise Schlafstörungen.

4.2.2.    Blut- Stase

4.2.2.1.                 Herz-Blut-Stase

Stagnierendes Blut erregt und verwirrt den Geist 29, das Tier wirkt, je nach Ausprägung der Störung des Geistes unruhig oder schreckhaft oder (zB bei Pferden) „explosiv“ und unberechenbar.

4.2.2.2.                 Leber-Blut-Stase

Die umherirrende Wanderseele, die nicht mehr im Leber-Blut verwurzelt werden kann bewirkt ebenfalls Hyperaktivität, Erregung und/ oder Verwirrtsein. Das Tier wirkt reizbar bis („grundlos“) aggressiv.

4.2.3.    Blut-Hitze

Blut-Hitze erregt und stört den Geist.

4.2.3.1.                 Herz-Blut-Hitze

Zeigt sich u.a. in Palpitationen, Schlafstörungen, Angstzuständen, Durst oder Zungenulzera 30.

4.2.3.2.                 Leber-Blut-Hitze

Führt noch deutlicher als Leber-Blut-Stase zu Reizbarkeit und Neigung zu Zornausbrüchen.

Der Betroffene ist sehr zornig und zeigt dies auch in Zornausbrüchen gegenüber Artgenossen- möglicherweise sogar durch körperliche Gewalt 31.

4.3.        Wirkungen auf das Yin

 Maciocia beschreibt: „Blut ist Teil des Yin, und die Wirkungen von emotionalem Stress auf das Yin ähneln denen auf das Blut 32.

Ein Yin Mangel hat Einfluss auf verschieden Organe wie Herz, Leber, Niere, Lunge und Milz. Maciocia unterscheidet einen reinen Yin- Mangel von einem Yin-Mangel der bereits zur Entstehung von leere-Hitze geführt hat 33.

4.3.1.    Herz- Yin- Mangel

Ähnlich wie bei einem Herz-Blut Mangel führt auch ein Herz-Yin Mangel zu einem heimatlosen Geist (shen).

Die Tiere sind vor allem zu den Abendstunden hin zunehmend ängstlich und unruhig. Schlafstörungen treten auch beim Herz-Yin- Mangel.

4.3.2.    Leber-Yin-Mangel

Die Wanderseele hun wird bei einem Leber-Yin-Mangel ebenfalls wie beim Leber-Blut-Mangel entwurzelt. Die Tiere träumen intensiv und unruhig. In Verbindung mit einer Leere-Hitze kann die Wanderseele übererregt reagieren, was zu einem leicht manischen Verhalten führen kann34.

4.3.3.    Nieren -Yin-Mangel

Mangelndes Nieren-Yin schwächt die in der Niere wohnende Willenskraft. Betroffene Tiere wirken antriebslos, verteidigen vielleicht nicht mehr wie gewohnt ihre Ressourcen, ziehen sich vom Rest des Rudels oder der Herde zurück.

In Kombination mit einer Leere-Hitze führt ein Nieren-Yin-Mangel zu ausgeprägten Angstzuständen und Schlafstörungen.

4.3.4.    Lungen-Yin-Mangel

Emotionale Störungen, die das Lungen-Yin beeinträchtigen rufen Müdigkeit, trockenen Husten und leichte Atemnot hervor 35.

4.3.5.    Milz- Yin- Mangel

Ein Milz-Yin-Mangel führt zu einer Beeinträchtigung des in der Milz wohnenden Intellekts.

Betroffene Tiere zeigen ein vermindertes Lernverhalten, brauchen häufigere Wiederholungen, kleinere Lerneinheiten.

Trockene Schleimhäute vor allem im Maulbereich, Appetitlosigkeit, trockener Kot können weitere Hinweise auf einen Milz-Yin-Mangel sein.

5.     Klassifikation psychisch-emotionaler Störungen

Die psychisch-emotionalen Wirkungen von Emotionen (und anderen pathogene Faktoren) können nach Giovanni Maciocia in drei großen Gruppen zusammengefasst werden 36.

5.1.        Blockierter Geist

Der Geist wird durch eine schwere Qi- Stagnation,  durch Schleim oder durch Blut-Stase blockiert. Ein blockierter Geist führt zu einer Beeinträchtigung sämtlicher mentalen Aktivitäten. Der Hund, das Pferd, die Katze zeigen sonderbares Verhalten, sind nicht mehr oder nur bedingt in ihrem Verhalten zu lesen und zu berechnen. Schlimmstenfalls gefährden diese Tiere sich selbst und/ oder andere.

5.2.        Unruhiger Geist

Ein unruhiger Geist kann wie in den vorangegangenen Kapiteln beschrieben vielfältige Ursachen haben: Qi-Stagnation, Blut- Mangel, Blut-Stase, Yin-Mangel, Leere-Hitze, aber auch Schleim .

Diese Tiere reagieren sehr ängstlich, eventuell panisch, sind aber noch ansprechbar und dadurch berechenbarer als bei einem blockierten Geist.

5.3.        Geschwächter Geist

Ein geschwächtes Qi führt zu einem geschwächten Geist. Die Tiere wirken erschöpft, desinteressiert , ziehen sich eher zurück, zeigen weniger Interesse am Familien- bzw. Rudel- oder Herdenleben.

6.     Therapie emotionaler Disharmonien

Disharmonie

Ätiologie

Therapieziel

mögliche Punkte

Blockierter Geist

 

 

 

Leber-Qi-Stagnation

·       Qi bewegen

·       Shen verwurzeln

·       Hun beruhigen

Fei3, XC 4, Gan 14, Xin Bao 6, SJ6, Dan13, Du 24

Herz-Lungen-Qi-Stagnation

·       Qi bewegen

·       absteigen von Herz-und Lungen-Qi

 

Fei7, Xin7,XB6,Wei40,XC4, Ren15, Ren17

Herz-Blut-Stase

·       Stase beseitigen

·       Shen beruhigen

·       Herz klären

XB6, XB5, PG14, PG15, PG17, PG44, Xin7, Pi6, Dan18, Ren14, Ren17,

Leber-Blut-Stase

·       Blut beleben

·       Leber befrieden

·       Shen beruhigen

·       Hun beruhigen

Gan8, Gan14, PG17, PG18, PG47,XB6, XB7, Pi6, Dan13, Dan 18, Du24

Schleim-Hitze

·       Schleim beseitigen

·       Shen beruhigen

Wei25, Wei36, Wei40, XB5,  XB6, XB7, PG15, PG20, PG44, Fei7, XC4, Ren12

Unruhiger Geist

 

 

 

Herz-Yin-Mangel

·       Herz stärken

·       Yin nähren

·       Shen beruhigen

PG15, PG44, Xin6, Xin7, Wei36, Pi6, Ren4, Ren14

Leber-Yin-Mangel

·       Leber stärken

·       Yin nähren

·       Hun beruhigen

Gan8, Pi6, Shen3, Dan 13, PG18, PG47, Ren4, Du24

Nieren-Yin-Mangel

·       Niere stärken

·       Yin nähren

·       Shen beruhigen

·       Zhi stärken

Shen3, Shen6, Xin6, PG 23, PG 52, Ren4, Ren15

Herz-Feuer

·       Feuer ableiten

·       Herz klären

·       Shen beruhigen

Xin7, Xin8, XB7, Pi6, Dan15, Ren15

Leber-Feuer

·       Leber-Feuer ableiten

·       Shen beruhigen

·       Hun beruhigen

Gan2, Gan3, XC4, PG18, Pi6, Dan13, Dan15, XB7, Fei3, Du18, Du24

Geschwächter Geist

 

 

 

Qi-Schwäche

·       Qi stärken

·       Shen stärken

Wei36, Pi3, Xin7, PG13, PG20, PG21, PG42,PG44, Fei3, Ren6, Du20

Qi-Schwäche und Blut-Mangel

·       Qi stärken

·       Blut nähren

·       Shen beruhigen

Pi3, Fei3, Xin7, Wei36,

PG 13,15,20,21,42,44,

Nieren-Yang-Mangel

·       Yang stärken

·       Yang wärmen

·       Niere stärken

·       Shen beruhigen

Shen3, Shen7,PG8, PG10, PG23,PG52,Wei36, Ren4, Du4, Du14, Du20

Nieren-Yin-Mangel

·       Yin nähren

·       Shen beruhigen

Shen3, Shen6, Pi6, PG23, PG52.Ren4, Du20

Nieren-Essenz-Mangel

·       Niere nähren

·       Essenz stärken

·       Willenskraft stärken

Shen3, Pi6, Dan13, PG23, PG52, Ren4, Du 20

Tab. 6.1.: Übersicht über die Therapiemöglichkeiten emotionaler Disharmonien von Shen Zusammenfassen dargestellt nach: 2009.Giovanni Maciocia: Die Psyche in der chinesischen Welt; Seite 205ff

Störung

Therapieziel

mögliche Punkte

Hun

 

 

·       Stimulation der Bewegung

Dan40 kombiniert mit PG47

·       Regulation der Bewegung

PG47

·       Leber-Blut nähren

·       Hun in der Leber verankern

Gan 8, Ren4, Pi6

·       Stärkung von Leber-Yin , Leber-Blut und Leber-Qi

PG 18

Po

·       Nährung der essenz

·       Stärkung der Lunge

Fei7, Shen6

(Öffnung des RenMai)

·       Po stärken bei emotionaler Belastung

Fei3, Fei7

·       Wiederherstellung der Verbindung mit Shen

PG42

Yi

 

 

·       Stärkung des Intellekts

Pi3, Wei36, PG20,21,49, Du20

Zhi

 

 

·       Stärkung des Gedächtnis

PG23, PG52

Tonisierung des Lenkergefäßes (DC3 mitPG62) mit Du16, Du20 und PG23

·       Stärkung der Willenskraft

PG23, PG52

Tab.6.2. Übersicht über die Therapiemöglichkeiten emotionaler Disharmonien von Hun, Po, Yi , Zhi Zusammenfassen dargestellt nach: 2009.Giovanni Maciocia: Die Psyche in der chinesischen Welt; Seite 31ff und nach Jörg Bothe: Skript Akupunkturausbildung 2018/2019

6.3. Behandlung von Shen mit den Drachenpunkten

Nach Jörg Bothe 37 entwickelte J.R. Worsley eine Methode zur Klärung des Geistes, bei der “die Drachen” geweckt werden.

Eine Reaktion zeigt sich entweder schon während bzw. direkt nach der Nadelung, oder auch erst deutlich später ; dies ist als normal anzusehen. Bei der sog. Drachenbehandlung klärt man den Geist mit folgenden Punkten.

o   Intern: Ren 15, Ma 25, Ma 32, Ma 41

o   Extern: DU 20, Bl 11, Bl 23, Bl 61

Zuerst werden die internen Drachennadeln von oben nach unten gesetzt und gesetzt und dabei sedierend manipuliert (nach links drehen).

Die Nadeln werden ca. 20 min. belassen bzw. Bei einer Reaktion nach Möglichkeit solange, bis alles wieder beruhigt ist. Sollte sich keine Veränderung zeigen, werden die Nadeln von oben nach unten tonisierend manipuliert und entfernt. Sollte sich keine Wirkung zeigen, bitte nicht die Nadeln tiefer setzen (Pneumothoraxgefahr bei Rücken-Shu-Punkten!). Die von Worsley entwickelte Drachenbehandlung beinhaltet die japanische Art der Nadelung, also eher oberflächlich bis subkutan) 37.

6.4. Die Sun Si Miao- Geistpunkte, nach Jörg Bothe 38

Sun Si Miao, der berühmte buddhistisch-daoistisch-geprägte Arzt aus der Tang- Periode machte konkrete Angaben über Punkte und Nadeltechniken für die Behandlung „dämonenbedingter“ Erkrankungen. In einem seiner Werke favorisiert er 13 Akupunkturpunkte zur sofortigen Therapie 39. Dabei sind die 13 Dämonenpunkte faktisch reguläre Leitbahnpunkte mit spezifischen Wirkungen auf geistig-seelische Krankheitsbilder. Sie haben ihre Heilkraft bewiesen – bis heute, unabhängig davon, ob man an Geister und Dämonen glaubt oder nicht! „Man darf sie nicht (alle) zusammen nadeln Man beende die Behandlung nach fünf oder sechs Punkten, da man bis dahin weiß, ob der Geist eines Übels vorliegt. Beim Mann beginne man mit der Nadelung auf der linken Seite, bei der Frau auf der rechten…“40

In Tabelle 6.4.1. sind Name, Lokalisation und Indikation der Sun Miao Geistpunkte als Übersicht dargestellt.

Bezeichnung

Indikation

Punktlokalisation

Renzhong

Gui Gong = Dämonenpalast

·       alle Arten von „Geisteskrankheiten“

·       Verwirrtheit

·       Zittern

·       Depressionen

Du 26

Shaoshang

Gui Xin = Dämonentreue

·       Bei allen Störungen der Körperseele

·       Halluzinationen

·       Unruhe

·       Reizbarkeit

·       Extreme Brührungsempfindlichkeit

Fei 11

Yinbai

Gui Yan = Dämonenauge

·       Krampfanfälle

·       Ohnmacht

·       Schreckhafte Träume

·       Problem mit Yi

·       Folgen von Schreck und Schock

Pi 1

Daling

Gui Xin = Dämonenherz

·       Hartnäckige Schlaflosigkeit

·       Folgen von übermäßigen Emotionen

·       Raserei

·       Anspannung

XB 7

Shenmai

Gui Lu = Dämonenstrasse

·       Epilepsie

·       Übereregtheit

·       Schlaflosigkeit

PG 62

Fengfu

Gui Zhen = Dämonenkissen

·       Panikanfälle

·       Übermäßige Traurigkeit

Du16

Jiache,

Gui Chuang = Dämonenbett

·       Yang Fülle im Kopfbereich

Wei 6

Chengjiang

Geistesmark

·       Epilepsie

·       Absorbeirt Yang Exzesse im Kopfbereich

Ren 24

Jianshi

Gui Ying = Dämonenlager

·       Bringt Schleim aus dem Herzen

·       Aggressivität mit dem Willen zu töten

·       Nervenschwäche

XB 5

Shen Tang

Gui Tang = Dämonenhalle

·       Bei völliger ,geistiger Erschöpfung

·       Epilepsie

·       Schwindel

Du 23

HuiYin

Gui Cang = Dämonenversteck

·       Suchtartige Libido

·       Epilepsie

Ren1

Quchi

Gui Chen = Dämonenminister

·       Epilepsie

·       Psychosomatischen Hauterkrankungen

·       Süchte

XC 11

Guifeng,

Dämonensiegel

·       exessiver Durst

·       Besessenheit

Extrapunkt unter der Zunge

 

Tab.6.4.1.: Übersicht über Indikation und Lokalisation der Geistpunkte nach Sun Si Miao

7.     Bedeutung der acht außerordentlichen Gefäße bei der Behandlung psychisch-emotionaler Disharmonien

Gefäß

Aufgaben

wirksame Punkte

Du Mai

·       Meer des Yangs, Reservoir für Yang Energie

·       stärkt das Nieren-Yang

·       speichert essenstielles Qi

·       absorbiert Fülle aus den Yang Meridianen

·       Du4: Meer der Willenskraft

·       Du11: stärkt das Herz, beruhigt Shen

·       Du 12: Erregtheit, Gespenstersehen

·       Wenn Hun zu oft geht und kommt

·       Beruhigt Po

·       Du 14: nährt das Mark

beruhigt Shen

stärkt Herz-und Nieren-Yang

stärkt zhi

·       Du 16: erhellt den Geist

·       Du 19: nährt das Herz

beruhigt den Geist

·       Du 24: beruhigt den Geist, erhellt den Geist

Ren Mai

·       See des Yin

·       kontolliert das Yin

·       Kontrolliert alle Yin-Funktionen

·       bewegt Qi im unteren Jiao und im Uterus

·       stützt Lunge und Niere beim ab bewegen des Qi und beim ergreifen des Qi

·       absobiert Fülle der Yin Meridiane

·       speichert essentielles Qi

·       Ren 4: nährt das Blut und das Ursprungs-Qi

stärkt das Nieren-Yang

Verwurzelt Hun

beruhigt den Geist

·       Ren 6: Meer des Qi

tonisiert Qi und Yang

hebt absenkendes Qi

·       Ren 15: nährt alle Yin-Organe

beruhigt den Geist besonders bei Blut- oder Ýin- Mangel41

Chong Mai

·       Verteilung von Jing, Blut, Qi und Wei Qi 42

·       See des Blutes

·       Ren1: nährt Yin

·       Shen 11: bewegt Qi und Xue im unteren Jiao

·       Shen 21: bewegt Qi im Thorax

Dai Mai

·       Verbindung der Meridiane (Vorder/ Unterseite mit Hinter-/ Oberseite)

·       Verteilung von Jing in den Genitalien

·       Gan 13: unterstützt harmonischen Leber-Qi-Fluss

·       Dan 28: bewegt stagnierendes Qi

Qiao Mai

(Yin- und Yang Qiao Mai)

·       alle Yin -Gefäße verteilen ihre Fülle in den YIN Qiao Mai

·       alle Yang gefäße verteilen ihre Fülle in den YANG Qiao Mai 43

·       Wei 9: reguliert auf-und absteigende Qi-Funktionen

·       Shen 6 8Öffner): beruhigt den Geist

·       Wei 12: unterdrückt rebellierendes Qi

Wei Mai

(Yin- und Yang Wei Mai)

·       YIN wie Mai kontrolliert die Innenseite des Körpers

·       Yang Wie Mai kontrolliert die Außenseite des Körpers

·       Shen9: reguliert den Yin Wei Mai, tonisiert Nieren Yin, beruhigt den Geist

·       Dan 13: bringt Jing zum Kopf,beseitigt Schleim, besänftigt den Geist

Tab.7.1.: Übersicht über wirksame Punkte zur Behandlung psychisch-emotionaler Disharmonien auf den acht außerordentlichen Gefäßen.

8.     Fallbeispiele

8.1.        „Papahigo“

Rasse: PRE , geb.: 29.02.2008, Tierschutzpferd, vermittelt aus Spanien, seit drei Jahren in D

·      Imposantes Erscheinungsbild

·      Trotz der Strapazen des Tarnsportes von Anfang an gut bemuskelt

·      Kräftig

·      Die Haltung in Spanien erfolgte in geschlossenen Einzelboxen, ohne Licht, ohne Sozialkontakt zu anderen Pferden

·      Der Kontakt zu Menschen in Spanien (Videobeweis) war geprägt von (grundloser) Gewalt und Misstrauen der Menschen ggü Papahigo

·      Verteidigt Ressourcen (Futter!) mit absoluter Aggression (mit dem Willen zu töten): beißt sich in Futterkonkurrenten fest, beißt „Stücke“ aus anderen Pferden heraus

Dieses Verhalten änderte sich auch nicht bei permanentem guten und ausreichendem Futterangebot

·      Ohne, von außen nachvollziehbaren Grund kommt es immer wieder und unvorhersagbar zu plötzlichen Gewaltausbrüchen ggü anderen Herdenmitgliedern

Inzwischen steht Papahigo durch Stromlitze getrennt von allen anderen Herdenmitgliedern

·      Ggü. Menschen ist er scheinbar furchtlos, ist distanz-und respektlos

·      Papahigo schläft tief und fest, IMMER im Freien (also nicht einmal im Unterstand), schnarcht und träumt regelmäßig intensiv

·      Papahigo schwitzt auch ohne Anstrengung sehr schnell

Diagnose und Therapieziele

·      Holz-Typ

·      Leber-Qi-Stagnation

·      Leber-Blut-Hitze

·      Leber-Yin-Mangel

·      Blockierter Geist

Ø  Qi bewegen

Ø  Hun beruhigen

Ø  Herz klären

Behandlung

XC 4, Fei 7, Xin 7, Du 24 bzw. angepasst an die Rückmeldung der Besitzer andere.

Ergebnis

Es waren enge Therapieintervalle erforderlich, die nach und nach vorsichtig verlängert wurden. Die Akupunkturpunkte wurden entsprechend der oben beschriebenen Diagnose und Therapieziele leicht varriierte bzw. angepasst. Die Behandlung erfolgte insgesamt über 2 Monate in maximal 10 tägigen Abständen, anschließend über weitere 4 Monate in 4wöchigem Abstand, seither einmal im Quartal. Papahigo kann inzwischen (unter Aufsicht) mit der Herde zusammen stehen. Der Umgang mit seinen Menschen ist freundlicher und vor allen Dingen berechenbarer.

8.2.        „Zorro“

Crusado, geb. 02.05.2002, seit April 2016 in D

Tierschutzpferd aus Spanien

·      wäre während des Transportes fast verhungert

·      kam mit massiven Magen-Beschwerden in D an

·      Magengeschwüre

·      Haut neigt immer wieder zu Juckreiz

·      Kopper

·      Haltung in Spanien: angepflockt, ohne ausreichendes Futter , oft ohne Zugang zu frischem Wasser

·      wurde (laut Tierschützern, die recherchiert haben in Spanien) viel zu früh abgesetzt

·      war Reitpferd und wurde aller Einschätzung nach zu früh angeritten

·      Gelenkfehlstellung im Hufgelenk vorne rechts

·      Rücken ist übersät von Narbengewebe (Stacheldraht, Misshandlung)

·      es wird vermutet, dass Zorro an Stierkämpfen teilnehmen musste

·      Zorro klebt an einem Herdenmitglied und kann NIE allein sein

·      Sehr ängstlich, Verhalten bei Stress und Angst: Freeze

·      Panikanfälle

·      Schwitzt fast nie

·      Im Gelände „nicht ansprechbar“

·      Lernt langsam, braucht sehr viele Wiederholungen

·      Menschen ggü grundsätzlich lieb, im Umgang jedoch „ungeschickt“: er gnibbelt permanent-und das kann auch schon mal zu doll sein, ist sehr eng an seinem Menschen-sucht körperliche Anlehnung (und kann auch dabei schon mal „vergessen“, das sein Mensch kein Pferd ist)

·      „manchmal in Frustsituationen beisst er zu….erschreckt sich über sich selbst und rennt schnell weg“ berichtet die Besitzerin

·      Sehr sensibel, sehr stressanfällig

·      Stress schlägt sofort auf den Magen

Diagnose und Therapieziele

·      Wasser-Typ

·      Furcht, Schreck, Schock

·      Unruhiger Geist

·      Nieren Yin Mangel

·      Essenz Mangel

Ø  Niere stärken

Ø  Yin stärken

Ø  Shen beruhigen

Ø  Zhi stärken

Behandlung

Shen3, Shen6, Shen9, Xin6, Ren15 (Laser), Fei 11 (u.a. je nach Feedback).

 

Ergebnis

Zorro hat super auf die Akupunktur angesprochen und ruhte zusehends in sich. Die Therapieabstände waren anfangs  7-10 Tage, dann vierwöchig.

Eine schreiende (weil verlassen) Stute brachte sein Trauma brachial wieder zum Vorschein und die Therapie musst unter erschwerten Bedingungen quasi von vorn beginnen, da Zorro nun auch berührungsempfindlich war…

Inzwischen sind wir wieder auf einem guten Weg, die Berührungsempfindlichkeit ist vorüber und die Behandlung zeigt Fortschritte

8.3.         

Literaturverzeichnis

  1. 2005. Giovanni Maciocia: Grundlagen der chinesischen Medizin; Seite 6
  2. 2009.Giovanni Maciocia: Die Psyche in der chinesischen Welt; Seite 2
  3. 2008. Wayne Dyer: Ändere Deine Gedanken…

Die lebendige Weisheit des TAO- 2. Vers des Tao Te King;  Seite25

  1. Wikipedia, Online Definitionen 2018
  2. 2009.Giovanni Maciocia: Die Psyche in der chinesischen Welt; Seite 24
  3. 2009.Giovanni Maciocia: Die Psyche in der chinesischen Welt; Seite 22
  4. 2009.Giovanni Maciocia: Die Psyche in der chinesischen Welt; Seite 8
  5. 2009.Giovanni Maciocia: Die Psyche in der chinesischen Welt; Seite 18
  6. 2011. Der gelbe Kaiser: Grundlagenwerk der TCM; Seite 372
  7. 2011. Der gelbe Kaiser: Grundlagenwerk der TCM; Seite 372
  8. Udo Lorenzen und Andreas Noll “ Die Wandlungsphasen der traditionellen chinesischen Medizin”,Band 4, Wandlungsphase Feuer; S 39ff zitiert nach Internetrecherche
  9. Jörg Bothe, Skript Grundausbildung Tierakupunkturschule 2018/ 2019
  10. 2009.Giovanni Maciocia: Die Psyche in der chinesischen Welt; Seite 24
  11. 2009.Giovanni Maciocia: Die Psyche in der chinesischen Welt; Seite 58
  12. 2009.Giovanni Maciocia: Die Psyche in der chinesischen Welt; Seite 86,87
  13. 2009.Giovanni Maciocia: Die Psyche in der chinesischen Welt; Seite 121
  14. 2009.Giovanni Maciocia: Die Psyche in der chinesischen Welt; Seite 71
  15. 1979. The Yellows Emperior´s Classic of Internal Medicine-Simple Questions,

Zitiert nach: 2009.Giovanni Maciocia: Die Psyche in der chinesischen Welt; Seite 130

  1. Spiritual Axis, Seite 25- zitiert nach 2009.Giovanni Maciocia: Die Psyche in der chinesischen Welt; Seite 130
  2. 2009.Giovanni Maciocia: Die Psyche in der chinesischen Welt; Seite 133
  3. 2009.Giovanni Maciocia: Die Psyche in der chinesischen Welt; Seite 137
  4. 2009.Giovanni Maciocia: Die Psyche in der chinesischen Welt; Seite Seite 138
  5. 2009.Giovanni Maciocia: Die Psyche in der chinesischen Welt; Seite 139
  6. 2009.Giovanni Maciocia: Die Psyche in der chinesischen Welt; Seite 172
  7. 2009.Giovanni Maciocia: Die Psyche in der chinesischen Welt; Seite 172
  8. 2009.Giovanni Maciocia: Die Psyche in der chinesischen Welt; Seite 172
  9. 2009.Giovanni Maciocia: Die Psyche in der chinesischen Welt; Seite 172
  10. 2009.Giovanni Maciocia: Die Psyche in der chinesischen Welt; Seite 190
  11. 2009.Giovanni Maciocia: Die Psyche in der chinesischen Welt; Seite 191
  12. 2009.Giovanni Maciocia: Die Psyche in der chinesischen Welt; Seite 193
  13. 2009.Giovanni Maciocia: Die Psyche in der chinesischen Welt; Seite 193
  14. 2009.Giovanni Maciocia: Die Psyche in der chinesischen Welt; Seite 194
  15. 2009.Giovanni Maciocia: Die Psyche in der chinesischen Welt; Seite 194
  16. 2009.Giovanni Maciocia: Die Psyche in der chinesischen Welt; Seite 195
  17. 2009.Giovanni Maciocia: Die Psyche in der chinesischen Welt; Seite 196
  18. 2009.Giovanni Maciocia: Die Psyche in der chinesischen Welt; Seite 201
  19. 2018. Jörg Bothe: Skript Tierakupunkturschule, Grundausbildung, Seite 22
  20. 2018. Jörg Bothe: Skript Tierakupunkturschule, Grundausbildung, Seite 20
  21. 2018. Jörg Bothe: Skript Tierakupunkturschule, Grundausbildung, Seite 20
  22. Sun Si Miao (aus dem Qian Jin Yao Fang), zitiert nach:

2018. Jörg Bothe: Skript Tierakupunkturschule, Grundausbildung, Seite 20

  1. 2009.Giovanni Maciocia: Die Psyche in der chinesischen Welt; Seite 384
  2. 2018: Gabriele Valentin: Skript Tierakupunkturschule, Grundausbildung, Seite 44
  3. 2018: Gabriele Valentin: Skript Tierakupunkturschule, Grundausbildung, Seite 53

 

 

 

                                    

 

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